Auch ich habe meine erste Arbeitswoche hinter mir. Ich bekam viele neue Eindrücke, von den Menschen, der Kultur und ihrer Arbeitsweise. Auf dem Erwachsenennotfall gab es allerlei zu sehen. Ich hatte die Möglichkeit Venflon (Infusionszugang) zu legen (was übrigens bei dunkler Haut gar nicht so leicht ist), Injektionen zu geben, Wunden zu verbinden und vieles mehr. An Einrichtung und Hilfsmitteln ist nur das allernötigste vorhanden. Wenn dies zu wenig ist, weiss man sich schon irgendwie zu helfen. Auch bei der Hygiene mangelt es an einigen Stellen. Hier ein eindrückliches Beispiel: ein Patient benötigte dringend eine Thoraxdrainage (
http://de.wikipedia.org/wiki/Thoraxdrainage). Diese wurde ihm Kurzerhand in einem Zimmer mit sechs Betten, die bereits mit acht Patienten belegt waren, gelegt. Ein Patient musste dafür sein Bett räumen und zu einem anderen Patienten ins Bett liegen. Nun wurde dem Patient ohne Anästhesie die Thoraxdrainage unter den Augen der anderen acht Patienten gelegt. Zum Vergleich, der Durchmesser der Drainage ist knapp so gross wie der eines Gartenschlauches.
Hier seht ihr es selbst auf den folgenden Bildern:
Der Notfall mit vier Betten und Amanda eine lernende Pflegefachfrau
Das gesamte Material des Notfalls in einem Wagen. Wer suchet der findet.
Verbandsraum
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