Die Organisation meines Wahlpflichtpraktikums in Kenia kann
man sich so ähnlich vorstellen wie die Organisation eines Grossanlasses wie zum
Beispiel ein Konzert. So hat unsere Planung über mehrere Monate angedauert.
Ach ja, für diejenigen, die es noch nicht wissen: Ich werde
zusammen mit Nadja aus meiner Klasse nach Kenia reisen. Wir werden dort am
gleichen Ort wohnen, am gleichen Ort arbeiten und nach dem Praktikum gemeinsam
Ferien machen. Nadja macht ihr Praktikum
auf der Notfallstation und ich auf einer Kinderabteilung im Mbagathi District
Hospital in Nairobi. Insgesamt sind wir sechs Wochen im Praktikum und dann zwei
Wochen auf Safari und an der Küste am Baden, sodass wir anfangs September
(pünktlich für den Unihockey-Saisonstart) wieder da sind (und natürlich auch
für den Studiumsbeginn des 3. und letzten Jahres. Juhuuu!).
Zurück zur
Vorbereitung:
Natürlich
muss man für ein öffentliches Konzert eine Durchführungsbewilligung haben (in
unserem Fall Visum, Bestätigung des Nursing Council in Kenia, Bestätigung des
Mbagathi District Hospital und Bestätigung der Schule) und das Budget muss gut
geplant sein (unsererseits einige Bankbesuche mit Geldwechsel, Aufladen von
Travelcash-Karten und Vollmachtsübertragungen).
Für die
Zuschauer müssen Transportmöglichkeiten (bei uns Flug & Safari-Transport an
die Küste) und Übernachtungsmöglichkeiten (Host-Family, Hotels und Schlafsack) vorhanden
sein. Nicht zu vergessen sind Sanitäter für den Notfall
(Postexpositionsprophylaxe-Set und tonnenweise Notfall- und Reservemedikamente
in unserem Fall) und andere Sicherheitsmassnahmen (Impfungen, Arztbesuche,
Handschuhe und Mundschutz im Gepäck, Wasserdesinfizierungstabletten,
Moskitonetz und Moskitospray). Während
des Konzerts muss der Strom funktionieren (Multiadapter für alle möglichen
Steckdosen) und Licht vorhanden sein (Taschenlampe). Vor dem
Konzert müssen noch benötigte Materialien eingekauft werden (Nadja und ich machten
einen Grosseinkauf in Bern und konnten die Taschen kaum noch schleppen). Die
Mitarbeiter und Helfer am Konzert sind meist durch spezielle und einheitliche
Kleidung zu erkennen (die Inotex hat uns Berufskleider zur Verfügung gestellt.
Besten Dank!).
Zu empfehlen ist ebenfalls
das Abschliessen von Versicherungen, um in verschiedensten Fällen Unterstützung
zu erhalten (dies bedeutet für uns Reiseversicherung, Reisegepäckversicherung
und, weil wir dort arbeiten, eine Berufshaftpflichtversicherung).
Der Event muss natürlich
auch publiziert werden, was ich nun mit diesem Blog versuche zu machen
(natürlich nur im kleinen Rahmen und für InteressierteJ) Nicht zuletzt werden an
vielen Konzerten Giveaways verteilt, womit wir natürlich unsere Koffer auch füllen
werden(z.B. Schoggi oder Spielzeug..Danke den Sponsoren!)
Zudem
gehören auch unzählige Abklärungen und Telefonate dazu wie beispielsweise mit
dem Reisebüro, unserer Host-Family, Haus- und Tropenarzt, der Kenianischen
Botschaft in Genf oder der International Koordinierenden unserer Schule. Ebenfalls
haben wir bereits ein paar Kontakte zu Leuten geknüpft, die in Kenia leben. Wie
ihr seht hatten wir in den letzten Wochen einiges zu tun und die Vorbereitung
ist nun in der Endphase. Weitere News gibt’s vor dem Abflug am 5. Juli.
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