Freitag, 16. August 2013

Maternity (5. und 6. Arbeitswoche)

Heute hatten wir den letzten Tag unseres Praktikums und leider gab es während unserer Schicht wieder keine Geburten. Da wir aber unbedingt ein Foto mit einem Baby haben wollten, gingen wir auf die Newborn Unit (Neugeborenenstation), wo Babys für irgendwelche Krankheiten behandelt werden und wo auch die Frühgeburten in Brutkästen gepflegt werden. Dort darf man nicht mit Strassenschuhen hinein, sondern man tauscht die eigenen Schuhe mit Crocs, wie im OP. Der Raum ist schön war und für uns war es fast zu warm, da wir nun gewohnt sind fast draussen zu arbeiten.

Zur Maternity ist zu sagen, dass sie in drei Stationen aufgeteilt wird: Antenatal Care (vor der Geburt), Labour ward (Geburtsabteilung) und Postnatal Care (nach der Geburt). Wir waren am meisten auf der Labour ward und manchmal auch im Antenatal Care Raum, wo die Mütter bei ihrer Ankunft aufgenommen und untersucht werden.
Bei der Geburt ist es nicht üblich, dass der Vater des Kindes oder sonst welche Verwandten dabei sind und die Privatsphäre ist nicht so gewährleistet, wie wir es aus der Schweiz kennen: im Raum gebären mehrere Mütter gleichzeitig. Was auch speziell ist, ist, dass der Name dem Baby oft erst zuhause gegeben wird.
Ansonsten erhalten die Mütter auch gleich nach der Geburt eine heisse Schokolade und das Baby wird dann zum Stillen angelegt. Wenn während der Geburt nichts Spezielles aufgetreten ist, wie z.B. vermehrter Blutverlust, werden die Mütter und das Kind auf die Postnatal Care Unit verlegt. Falls das Kind spezielle Pflege benötigt, kommt es auf die Newborn Unit.

 unter diese Wärmelampe werden die Babys nach der Geburt gelegt
 
 Labour ward (wo die Babys zur Welt kommen)
 
 alles angehende Pflegefachpersonen (ausser Joana (weiss), sie ist Paramedizinerin)
 
 Wir mit Joana.
Wie ich geschrieben habe, kommt sie aus China,
sie hat aber portugiesische und polnische Wurzeln
(darum solche Augen :-) )
 
 Delivery Book, hier werden alle Geburten registriert
 
 Nadja zählt die Geburten des Tages
 
 Schokoladenpulver für die Mütter
 
 Schrank mit dem Arbeitsmaterial
 
 Ich am Medikamentenschrank
 
 Maternity.
Raum links: Postnatal Care
Raum mitte: Antenatal Care
Raum rechts: Labour Ward
(und schaut euch mal die neu gelieferten Rollstühle an!)
 
 
Natürlich wollten alle noch ein gemeinsames Foto zum Abschied. Wir besuchten auch noch die Abteilungen, auf denen wir vorher gearbeitet haben, um uns zu verabschieden und die Kontaktdaten auszutauschen.



 Dies ist unsere Lieblings-Sister Jane.
Sie arbeitet auf dem Erwachsenennotfall und sie ist einfach top!
 
 Newborn Unit
 
 Newborn Unit
 
 Babys im Brutkasten
 
 
Dieses kleine Mädchen ist zur Adoption freigegeben und
es leidet an Malaria.
 
 
 
Die Zeit im Mbagathi Hospital war sehr interessant und wir erlebten, was es heisst, mit wenig Ressourcen zurecht zu kommen. Oft war Improvisation nötig (wie bei den Rollstühlen) um ein möglichst bestes Ergebnis zu erreichen. Die Mitarbeitenden leisten eine grosse Arbeit, die zwar hie und da mit einfachen Mitteln noch etwas verbessert werden könnte, und kümmern sich um das Wohl unzähliger Patienten. Zum Abschied schenkten wir dem Spital noch unsere Arbeitskleidung, Handschuhe, Mundschütze und Desinfektionsmittel, Material, das wir aus der Schweiz mitgebracht haben. Sie sagten uns, dass diese Materialien wahrscheinlich im OP eingesetzt werden.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen